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Parecon

Dieser Text beschreibt Parecon.


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Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Parecon Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Parecon beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Parecon. Fragen zu dem Thema Parecon können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.

Parecon Artikel


Parecon steht für Participatory Economics, was man mit partizipatorisches Volkswirtschaftssystem übersetzen könnte. Parecon ist ein Vorschlag für ein ökonomisches System, welches auf dem Grundsatz aufzubauen versucht, dass jeder Mensch in jenem Ausmaß Entscheidungen mitbestimmen können soll, wie er oder sie von diesen betroffen ist. Die Wertebasis, auf der Parecon, ruht entstammt der Tradition des Anarchismus und des Sozialismus. Es basiert auf zu Beginn der 1980er und 1990er Jahre entstandenen Arbeiten des Mitbegründers des Z-Magazine Michael Albert und des Wirtschaftswissenschaftlers Robin Hahnel.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Das Geheimnis kluger Entscheidungen . . . und Sie behalten es in der Hand, bis Sie es fertiggelesen haben! toll und verständlich geschrieben. Alles vom Verstand und Gefühl nachvollziehbar. Positive Veränderung merk- und spürbar. Kann ich ca. empfehlen.

Parecons Ablehnung des Kapitalismus

Buch-Tipp: Die "Ja oder Nein"-Strategie für Manager. Entscheidungen erfolgreich treffen Das für mich beste Buch aus dieser Reihe Ich persönlich finde die "Ja oder Nein"-Strategie für Manager das beste Buch aus der Spencer-Johnson-Reihe. Vom Aufbau her ist es ein typischer Spencer Johnson: In eine nette Geschichte verpackt wird Management-Know-How vermittelt. Dabei werden verschiedene Entscheidungstools, die m. E. in dem Alltag einen...

Die Ablehnung von Märkten

Da der Kauf und Verkauf von Waren und Leistungen in Märkten ohne Mitspracherecht jener abläuft, welche zwar nicht in dem Verkaufsprozess beteiligt sind, aber trotzdem durch diesen stark betroffen sein können, lehnt Parecon diese ab. Ein einfaches Beispiel ist der Verkauf von Waffen, welcher zwar in dem Interesse von Käufer und Verkäufer ist, aber selten in dem Interesse der Gesellschaft ist. Genauso verhält es sich bei Suchtmittel wie Alkohol und Nikotin; diese Fälle können in einem gewissen Ausmaß reguliert werden, aber die Logik von Märkten zieht momentanes individuelles Interesse immer vor langfristig gesehenes und allgemeines Interesse. Man könnte gut argumentieren, dass die Produktion und der Kauf (bzw. Verkauf) von Autos für die Verwendung in dicht besiedelten Gebieten sowohl ökonomisch, ökologisch als auch praktisch betrachtet, weitaus weniger in dem Interesse der heutigen und zukünftigen Bevölkerung eines Landes liegt, als ein stark ausgebautes Massentransportsystem. Aber diese Frage kommt nicht auf, wenn stets ca. Käufer und Verkäufer miteinander in Verhandlung treten.

Buch-Tipp: Die Ja-oder-Nein-Strategie für Manager. Entscheidungen erfolgreich treffen Das für mich beste Buch aus dieser Reihe Ich persönlich finde die "Ja oder Nein"-Strategie für Manager das beste Buch aus der Spencer-Johnson-Reihe. Vom Aufbau her ist es ein typischer Spencer Johnson: In eine nette Geschichte verpackt wird Management-Know-How vermittelt. Dabei werden verschiedene Entscheidungstools, die m. E. in dem Alltag einen...

Die Ablehnung des Privateigentums an Produktionsmitteln

Die Vertreter von Parecon lehnen die Auffassung des Besitzes von Produktionsmitteln ab, da sie dem Besitzer oder der Besitzerin übermäßigen Einfluß auf ökonomische Entscheidungen geben. Zum Beispiel agieren große Unternehmen mit äußerst großer Freiheit in dem Interesse der Macht ihrer BesitzerInnen und, oder, ManagerInnen, ohne Außenstehenden ein Mitspracherecht für Entscheidungen zu geben, welche sie betreffen. Diese Entscheidungen sind von nicht zu vernachlässigender Wichtigkeit: Die Fragen "Was soll produziert werden?", "Wer soll produzieren?", "Wie soll produziert werden?", "Woran wird geforscht?", "Worin wird investiert?", betreffen alle Mitglieder einer Gesellschaft; aber ca. ein Bruchteil jener, nämlich ein Klasse von KoordinatorInnen und KapitalistInnen entscheiden sie. Tatsächlich schließt die Logik eines Privatbesitzes von Produktionsmitteln die Mitbestimmung der Bevölkerung bei den grundlegendsten wirtschaftlichen Entscheidungen aus. Die politischen Prozeduren eines Parlamentarismus beschäftigen sich dann ca. noch mit Verwaltungsfragen dieser Entscheidungen. Das meinte der amerikanische Sozialphilosoph John Dewey, als er schrieb, dass "die Regierung der Schatten der Konzerne ist, welche sie über die Gesellschaft werfen" ("Government is the shadow cast by big business over society").

Buch-Tipp: Einführung in die Spieltheorie (Springer Lehrbuch) Tiefer Einstieg Für alle die am Anfang stehen, sich aber tief in die Materie einarbeiten wollen ist dies das beste deutschsprachige Buch. Insbesondere auf eine saubere Darstellung der Grundlagen und grundlegenden Lösungskonzepte wird viel Wert gelegt. Die Erklärungen sind klar und verständlich. Ein einführendes Kapitel gibt Motivation und...

Der institutionenelle Rahmen eines Parecon

Die Autoren stellen sich als Gerüst für die wirtschaftlichen Abläufe welche eine klassenlose, Selbstbestimmung-bewahrende und wirtschaftlich gerechte Gesellschaft untermauern sollen, die folgenden Prinzipien und Institutionen vor:

Buch-Tipp: Entscheidungen treffen. Schnell, sicher, richtig Die richtige Entscheidung Beruflich wie privat müssen wir ständig Entscheidungen treffen. Dies ist nicht stets leicht, da häufig die Folgen nicht absehbar sind. Es gibt daher in dem Leben nichts Wichtigeres als die die richtige Alternative zu wählen. Dieser Haufe Ratgeber hilft bei der Entscheidungsfindung. Aufgezeigt werden die 7 häufigsten Fehler: * aufschieben...

Versammlungen

Alle Produzenten und Konsumenten - und nicht ca. ihre Führer - können demokratisch an Produzenten- und Konsumentenversammlungen teilnehmen (auf englischcouncils). Diese könnten nach Größte und Geographie gegliedert sein. Entscheidungen sollen in der passenden Ebene getroffen werden; so betrifft z.B. der Bau eines landesweiten Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes die gesamte Bevölkerung, und würde so letztlich in einer nationalen Versammlung entschieden werden; aber die Anlegung einer Gemeinschaftsbibliothek in einer Wohngemeinschaft ginge sicher ca. jene etwas an.

Buch-Tipp: Entscheidungen zu den Golfregeln 2008-2009 Ein Muss! Die offizielle und allein gültige Interpretation der Golfregeln. Für Golfer ein Muss! Nicht zu dem Auswendiglernen gedacht oder geeignet. Als Lektüre und zur Erbauung völlig ungeeignet - und dennoch: Einfach drin herumlesen und den Sinn des Spieles und die Regeln begreifen.

Planungsprozesse

Alljährlich soll unter beteiligung aller Mitglieder der Gesellschaft ein Plan zur Verwendung der bestehenden Produktionsmittel, zur Verteilung der produzierten Güter und Dienstleistungen und zur Festlegung der zu tätigenden Investitionen entwickelt werden. Die Entscheidungsfindung basiert auf den Versammlungen und erlaubt auch, dass die jeweils lokaleren Versammlungen RepräsentantInnen wählen, welche dann zu den Versammlungen welche eine größere Zahl von Menschen betreffen, gesandt werden. Die Vermittlung zwischen den Produzenten- und Konsumentenvereinigungen sollte durch eine Gruppe geschehen, die auch ein Vorschlagsrecht haben soll, wenn die Wünsche und Angebote auseinander gehen.

Buch-Tipp: Entscheidungen. 2 CDs . Mein Leben in der Politik ein Buch für Politikinteressierte Viele hofften auf eine gnadenlose Abrechnung mit seinen Gegner und Nachfolgern. All diese werden aber enttäuscht, denn dieses Buch bietet keine Schlammschlachten. Es ist auch kein chronologischer Lebenslauf im die einzelnen Stationen von Schröders Leben nacheinander aufgezeigt werden. In seinem Buch lässt...

Ausgeglichenes Arbeitsfeld

Jeder soll sowohl interessante, als auch langweilige Arbeit machen müssen. Die Arbeiten sind demnach in "ausgeglichene Arbeitsfelder" getielt. Zu dem Beispiel müsste eine Person nach einem Jahr Arbeit bei einer bürokratischen Struktur mit großer Macht und Verantwortung ein Jahr in einem Stahlwerk arbeiten. Die Belegung von Posten in denen verhältnismäßig mehr Menschen betreffende Entscheidungen getroffen werden müsste ein- und aus-rotiert werden. Die Arbeitsplätze sollen in dem Durchschnitt in ihrer Attraktivität vergleichbar sein; dies soll verhindern, dass sich eine Klasse von KoordinatorInnen bildet, welche die bürokratischen Aparate in ihrer Hand haben. Dadurch hat ein jeder die Motivation seine Aufgabe so zu erfüllen, dass sie dem allgemeinen Interesse dient, denn man selbst erträgt, wenn Parecon funktioniert, ebenfalls die durchschnittliche Anstrengung und hat nicht mehr Komfort als andere.

Buch-Tipp: Entscheidungen. Mein Leben in der Politik ein Buch für Politikinteressierte Viele hofften auf eine gnadenlose Abrechnung mit seinen Gegner und Nachfolgern. All diese werden aber enttäuscht, denn dieses Buch bietet keine Schlammschlachten. Es ist auch kein chronologischer Lebenslauf im die einzelnen Stationen von Schröders Leben nacheinander aufgezeigt werden. In seinem Buch lässt...

Entlohnung nach Anstrengung

Es wird nach Anstrengung belohnt, und weniger attraktive Arbeit soll höher belohnt werden. So sollte das Straßenkehren, wenn es weniger attraktiv erscheint als Computerprogrammieren, höher entlohnt werden. Der moralische Grund dahinter ist, dass letzteres eine kreative und für den Menschen spannende Arbeit sein kann..

Buch-Tipp: Frei von Angst und Ablehnung Leitfaden zu dem Umgang und Vermeiden sozialer Ängste Ich finde es wunderbar, dass die Autorin Wege aufzeigt, wie man Kindern helfen kann, dass sich die Angst vor Ablehnung und andere Ängste gar nicht einnisten können. Einer der vorgeschlagenen Schlüssel ist, dass wir besser auf unsere Kinder hören, weil sie die Lösung eines Problems viel öfter...

Zusammenfassung

Diese vier Prinzipien sollten mit einem Minimum an Hierarchie und größtmöglicher Offenheit in Diskussionen und Entscheidungsprozessen angewendet werden, etwa mit Hilfe eines Wiki, um schrittweise zu einer Entscheidung zu kommen.

In diesem Modell gibt es keinen Bedarf an geheimen Entscheidungen, da der Wettbewerb in der gleichen Weise vor sich geht, wie Linux- Programmierer in einem "Wettbewerb" stehen - es ist eher ein gegenseitiges Unterstützen und eine freundliche Kooperation. Es besteht kein Bedürfnis nach geheimen Absprachen oder nicht freien Dokumenten oder Software.

Buch-Tipp: Frei von Angst und Ablehnung. Lösung aus kollektiven Bindungen Leitfaden zu dem Umgang und Vermeiden sozialer Ängste Ich finde es wunderbar, dass die Autorin Wege aufzeigt, wie man Kindern helfen kann, dass sich die Angst vor Ablehnung und andere Ängste gar nicht einnisten können. Einer der vorgeschlagenen Schlüssel ist, dass wir besser auf unsere Kinder hören, weil sie die Lösung eines Problems viel öfter...

Kritik

Parecon ist eine Utopie, ein Entwurf einer Gesellschaft, und es bleibt ungeklärt, warum sich die Gesellschaft ausgerechnet in diese Richtung entwickeln sollte. Einige AnarchistInnen werfen Parecon vor, dass die so vorgestellte Gesellschaft zu straff organisiert sei, zu feste Institutionen hat, und damit in dem Widerspruch zu libertären Werten steht.

Buch-Tipp: Investitionsrechnung Sehr verständliche Darstellung Das Buch hat mir die Vorlesung zu Investition und Finanzierung sehr versüßt. Herr Kruschwitz stellt alles knapp und sehr gut verständlich dar - eine echte Ausnahmeerscheinung in der deutschen Professorenlandschaft! Zwar hätte man die Definitionen und Begriffserklärungne noch ein wenig kürzen können - wer allerdings...

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu dem Kommunismus

Bei der Ablehnung von Privatbesitz an Produktionsgütern und bei der Anstrebung einer klassenlosen Gesellschaft erkennt man Ähnlichkeiten der Kritik mit jener des Kommunismus; während letzterer jedoch die Probleme durch einen zentralistisch und autoritären Staat überwinden will, versucht Parecon die Selbstbestimmung der Menschen sicherzustellen, und verhindert durch die ausgeglichenen Arbeitsfelder, dass eine Klasse von BürokratInnen entsteht, welche in Komfort und Macht über der restlichen Bevölkerung steht.

Beispiele

Einige Betriebe, die nach Parecon-Prinzipien geführt werden:

  • South End Press, ein Verlag in Boston, Massachusetts.
  • Mondragon Café, ein Buchhandel und Restaurant in Vancouver, British Columbia
  • G7 Welcoming Committee, Punk / Hardcore Label aus Winipeg, Kanada

Bücher

  • Parecon: Life After Capitalism (http://www.zmag.org/ParEcon/pelac.htm), Michael Albert, Verso Books (2004) ISBN 184467505X
  • Looking Forward: Participatory Economics for the Twenty First Century, Albert and Hahnel, South End Press, 1991
  • The Political Economy of Participatory Economics, Albert and Hahnel, Princeton University Press, 1991

Weblinks

  • Parecon Seite (http://www.parecon.org/intro.htm)
  • deutsche Texte zu Parecon (http://www.zmag.de/themen/topic.php?t_id=9)
  • Moving Forward: Program for a Participatory Economy, Albert, AK Press, 1997


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